Cloud oder lokal? Hybride IT
Wenn in einer Arztpraxis oder einem Unternehmen das Internet ausfällt, wird schnell klar, welche Systeme wirklich wichtig sind. Läuft die Praxissoftware noch? Sind die benötigten Daten erreichbar? Können die Mitarbeitenden weiterarbeiten?
Solche Fragen stellen wir uns bei NHC Connector AG, bevor wir eine IT-Umgebung planen. Eine pauschale Antwort auf «Cloud oder lokal?» gibt es aus unserer Sicht nicht. Oft ist eine Kombination sinnvoll. Zentrale Anwendungen laufen dort, wo sie für den Betrieb am zuverlässigsten verfügbar sind. Clouddienste kommen hinzu, wenn sie die Arbeit tatsächlich erleichtern.
Das gilt für Arzt- und Zahnarztpraxen ebenso wie für KMU, Treuhänder und Kanzleien.
Was muss auch ohne Internet funktionieren?
Am Anfang steht für uns eine einfache Frage: Was braucht Ihr Team, um weiterarbeiten zu können? In einer Praxis ist das zum Beispiel die Praxissoftware. In anderen Unternehmen sind es das ERP, ein Dokumentenmanagementsystem oder eine Datenbank.
Wenn solche Anwendungen lokal betrieben werden und für ihre Kernfunktionen keine ständige Internetverbindung benötigen, bleiben sie bei einer Störung von aussen erreichbar. Das muss im konkreten Fall geprüft werden, denn Anmeldung, Lizenzen und Schnittstellen können trotzdem von externen Diensten abhängen.
Wann lokale Systeme Vorteile haben
Im eigenen Netzwerk sind die Wege zwischen Anwendung und Daten oft kurz. Das kann besonders bei grossen Datenmengen oder häufigen Zugriffen hilfreich sein. Ein lokaler Server ist aber nicht automatisch schneller oder sicherer. Entscheidend ist, wie die gesamte Umgebung aufgebaut und betreut wird.
Wo die Cloud ihren Platz hat
Für E-Mail, Microsoft Teams, Telefonie und die Zusammenarbeit von verschiedenen Standorten aus ist die Cloud häufig sehr praktisch. Mitarbeitende können flexibel arbeiten, ohne dass dafür jede Anwendung auf einen externen Server verlagert werden muss.
Wir prüfen deshalb Dienst für Dienst, was im Alltag gebraucht wird und welche Abhängigkeiten entstehen. So wächst eine hybride IT, die zum Betrieb passt, statt einem Trend zu folgen.
Und was ist mit sensiblen Daten?
Bei Gesundheitsdaten und anderen vertraulichen Informationen schauen wir besonders genau hin. Wo liegen die Daten? Wer kann darauf zugreifen? Und wie lassen sie sich nach einem Ausfall wiederherstellen?
Auch wenn Daten in einer Cloud verarbeitet werden, bleibt die Verantwortung beim Unternehmen. Darauf weist der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte hin. Für Arztpraxen bietet die FMH einen IT-Grundschutz als Orientierung.
Backups gehören immer dazu
Ein Server im eigenen Haus schützt noch nicht vor Datenverlust. Geräte können ausfallen, Dateien versehentlich gelöscht werden oder Schadsoftware kann eine Umgebung lahmlegen. Darum gehört zu jeder Lösung ein Backup, das regelmässig geprüft wird. Entscheidend ist nicht nur, ob Daten gesichert werden, sondern ob sie sich im Ernstfall auch zurückholen lassen.
Das Bundesamt für Cybersicherheit empfiehlt für wichtige Daten mehrere getrennte Kopien, darunter auch eine offline aufbewahrte Kopie. Wir planen die Sicherung passend zur jeweiligen Umgebung und berücksichtigen dabei auch einen schweren lokalen Ausfall.
Unsere Empfehlung
Wir empfehlen weder grundsätzlich einen lokalen Server noch grundsätzlich die Cloud. Wir hören zuerst zu und prüfen die Anwendungen, die Abläufe und die möglichen Ausfälle. Erst dann entscheiden wir mit dem Kunden, welche Teile lokal bleiben, welche Dienste in die Cloud passen und wie die Daten abgesichert werden.
Eine gute IT-Umgebung merkt man oft daran, dass sie im Alltag wenig Aufmerksamkeit braucht. Und wenn doch einmal etwas ausfällt, sollte klar sein, wie es weitergeht.
Mehr zu unserem Ansatz finden Sie unter IT-Systeme und Infrastruktur. Wenn Sie Ihre bestehende Umgebung prüfen oder eine neue Lösung planen möchten, sprechen Sie mit uns.
Bild: KI-generiertes Symbolbild.